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Ursprung
Im Juni 1991 stand für das damalige Spiel der aktiven Päpstlichen Schweizergarde ein ausserordentliches Ereignis auf dem Terminplan: die Musikanten waren als Ehrenformation an den Feierlichkeiten zum Eidgenössischen Musikfest in Lugano eingeladen. Dieses herausragende Ereignis und Erlebnis, verbunden mit einem vorausgehenden intensiven Probebetrieb, war prägend für die 21 Tambouren und Bläser und hat zu einer anhaltenden sehr guten Kameradschaft geführt. Bereits im Sommer 1993 traf sich der harte Kern aus dem 1991-er Jahrgang zu einem gemeinsamen Wochenende in Visperterminen, welcher als Grundstein gilt für das heutige Spiel. Zuerst ging es allerdings einige Jahre noch recht holprig zu und her bis die richtige Form und Führung gefunden werden konnte. In diese Zeit fielen einige Probentermine, Hochzeits- und Geburtstagsständchen und Teilnahmen an Beerdigungen in wechselnden meist kleinen Formationen. Herausragend war sicher der überraschende und gelungene Auftritt an der Tagung der gesamtschweizerischen Vereinigung ehemaliger Päpstlicher Schweizergardisten („Ex-Gardisten-Vereinigung“) in Baden im 1995, wo wir die Generalversammlung mit einem rassigen Marsch eröffneten, die Totenehrung musikalisch gestalteten und mit der Marcia Pontificia von Ch. Gounod (Vatikanhymne) abschlossen.
Vereinsgründung
1998 war ein bewegtes Jahr. Der unfassbare und tragische Tod von unserem Kameraden und ehemaligen Vorgesetzten Alois Estermann und seiner Ehefrau Gladys hat uns alle zu tiefst erschüttert. Als bekannt wurde, dass die Beerdigung am 16. Mai 1998 in Beromünster stattfinden wird, war für uns sofort klar, dass wir in einer Ad-Hoc-Besetzung zum letzten Geleit aufspielen werden. Abwechslungsweise mit der Reitermusik aus Alois Estermanns Heimatgemeinde Gunzwil geleitete unser Brass-Doppelquintett die Trauergemeinde von der Kirche St. Stephan zum Friedhof. Am offenen Grab spielte unser Trompeter Mario Enzler in Uniform "Ich hatte einen Kameraden" währenddessen der Zentralfähnrich stellvertretend für alle Fahnendelegationen über dem Sarg den letzten Fahnengruss überbrachte.
Der Zufall / das Schicksal wollte es, dass bereits Anfang Jahr auf den Samstag, 13. Juni 1998 ein Proben- und Versammlungstag reserviert worden war. So konnte die geplante Probe und die Gründungsversammlung des Vereins „Ex-Gardisten-Spiel“ durch die musikalische Umrahmung des Gedenkgottesdienstes zum "Dreissigtsten" von Alois Estermann und seiner Gattin ergänzt werden. Die Gründung wurde einstimmig beschlossen; die Gründungsmitglieder sind im Anhang aufgeführt.
Zweck
Unser Verein bezweckt gemäss den Statuten die Ausübung und Förderung der Blasmusik mit angegliederter Tambourengruppe. Insbesondere festigt das Ex-Gardisten-Spiel die Verbundenheit mit dem aktiven Spiel in Rom und den verschiedenen Sektionen der Ex-Gardisten-Vereinigung. Wir verstehen uns somit als ergänzende Bereicherung der Ex-Gardisten-Bewegung. Ein wichtiges Anliegen ist uns, durch Auftritte in Uniform auch Werbung für den Gardedienst zu machen. Es besteht denn auch ein besonderes Interesse für Auftritte des Ex-Gardisten-Spiels in Uniform (immer nur im Rahmen des geltenden Uniformenreglements oder im Auftrage des Kommandos oder der Vereinigung!)